Das Amtsgericht Duisburg hat in einem Verfahren wegen versuchter Nötigung in 2 Fällen aufgrund von Drohungen gegen das Jugendamt bzw. den Oberbürgermeister von Duisburg Link nach angekündigter Masernimpfung Termin zur Hauptverhandlung bestimmt auf

Freitag, den 28.02.2020, 10.00 Uhr,
Saal 159 des Amts- und Landgerichts Duisburg


Das Jugendamt der Stadt Duisburg hatte der Angeklagten die Absicht mitgeteilt, deren Tochter gegen Masern zu impfen.

Ihr wird zur Last gelegt, sodann mit E-Mail vom 26.08.2019 der zuständigen Mitarbeiterin des Jugendamtes Duisburg für den Fall der Durchführung der Impfung sinngemäß damit gedroht zu haben, „diese und ihre Behörde anzugreifen“ und sich „an ihr zu vergreifen, wenn sie sich an dem Körper ihres Kindes vergreife“.

Sie soll weiterhin am 27 8. 2019 einen in englischer Sprache verfassten Brief unter der Privatanschrift des Oberbürgermeisters Sören Link eingeworfen zu haben, indem sie ihm sinngemäß für den Fall der Durchführung der Impfung „den Krieg erklärte“ und damit drohte, ihm „Schaden zuzufügen für den Fall, dass er es zulasse, dass ihrer Tochter Schaden zugefügt werde.“

Obwohl beide Adressaten die Drohungen der Angeklagten ernst nahmen, wurde die Impfung der Tochter durchgeführt.

Medienvertreter/ Journalisten werden gebeten, sich für den Fall der beabsichtigten Teilnahme am Termin zu akkreditieren. Die Anmeldung zur Teilnahme an der Sitzung ist per E-Mail unter Pressestelle@ag-duisburg.nrw.de bis spätestens zum 24.02.2020 vorzunehmen.